Sie sind hier:  >>> Die soziale Rolle 

Die soziale Rolle

Definition

Eine (soziale) Rolle ist die Summe der von einer Person erwarteten Verhaltensweisen, die auf das Verhalten anderer Personen abgestimmt ist.

 

Merkmale einer Rolle

  • Eine Rolle ist von anderen Rollen klar abgegrenzt, d.h. jede Rolle umfasst die ihr eigenen Rechte und Pflichten (z.B. Lehrerrolle - Schülerrolle).
  • Eine Rolle ist auf die Rolle anderer Personen abgestimmt und angewiesen, wobei sich diese Rollen gegenseitig ergänzen (z.B. Schwesternrolle - Patientenrolle; Elternrolle - Kindrolle; Schülerrolle - Lehrerrolle).
  • Eine Rolle existiert unabhängig vom Rollenträger. Sie besteht aus allgemeinen Erwartungen, die der Rollenträger erfüllen muss. Darüber hinaus kann der Rollenträger die Rolle aber individuell ausgestalten.

 

Verschiedene Rollen

Jeder Mensch übernimmt im Laufe seines Lebens zahlreiche Rollen. Viele werden ihm von der Gesellschaft zwangsläufig zugewiesen, manche übernimmt er freiwillig.

Beispiele: Altersrollen: Kind, Jugendlicher, Heranwachsender...
Rollen in der Ausbildung: Grundschüler, Realschüler, Auszubildender...
Berufsrollen: Krankenschwester, Arzt, Polizist, Maurer...
Rangrollen: Assistenzarzt, Oberarzt, Chefarzt...
Rollen im Privatleben: Vater, Mutter, Freund, Vereinsmitglied, Ehepartner...

In seiner jeweiligen Rolle tritt der Mensch mit anderen Menschen in Beziehung. Die Kenntnis der gegenseitigen Rollenerwartungen erleichtert den Umgang miteinander, weil sie das Verhalten des anderen vorhersagbar macht. Zu Missverständnissen und Problemen kann es kommen, wenn jemand die Erwartungen nicht erfüllt, d.h. wenn er "aus der Rolle fällt".

 

Diese Seite drucken

Copyright 2011 Dipl.-Psych. Ingeborg Prändl