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Gruppe und Individuum

Die Bedeutung von Gruppen für den Einzelnen

Jeder Mensch ist im Laufe seines Lebens Mitglied in unzähligen Gruppen. Dabei gibt es Gruppen, die für seine persönliche Entwicklung von sehr großer Bedeutung sind, und andere, die weniger prägend wirken.

 

Primärgruppen

Primärgruppen sind kleine Gruppen mit wenigen Mitgliedern, die sich alle persönlich kennen. Sie haben häufigen Kontakt miteinander und leben oftmals auch eng zusammen. Die wichtigste Primärgruppe ist die Familie. Sie prägt den Menschen in besonderem Maße. Aber auch Freundesgruppen, Sportgruppen oder Wohngemeinschaften gehören zu den Primärgruppen. Primärgruppen geben dem Einzelnen Geborgenheit und ein Gefühl der Zugehörigkeit Sie entwickeln ein besonderes Gefühl der Zusammengehörigkeit (Wir-Gefühl).

 

Sekundärgruppen

Sekundärgruppen sind Gruppen mit einer größeren Anzahl von Mitgliedern, die keine engeren persönlichen Kontakte untereinander haben. Auch kennen sich nicht alle Mitglieder gegenseitig. Beispiele für Sekundärgruppen sind Jugendorganisationen, Berufsinteressengruppen, Sportvereine, Musikvereine, politische Organisationen. Die Verbundenheit der Mitglieder untereinander basiert weniger auf emotionaler Bindung. Sie kommt vielmehr durch gemeinsame Überzeugungen und Interessen und durch das Einhalten fester Regeln zustande.
Innerhalb von Sekundärgruppen können sich natürlich Primärgruppen bilden.

 

Bezugsgruppen

Der Mensch (besonders der junge Mensch) braucht andere, an deren Wertmaßstäben er sich orientieren kann und mit denen er sich vergleichen kann. Zu diesem Zweck sucht er sich Bezugsgruppen. Einer Bezugsgruppe muss man nicht unbedingt selbst angehören. Aber sie beeinflusst die eigenen Einstellungen, Normen und Verhaltensweisen. Man vergleicht sich mit ihr. Je nachdem, wie dieser Vergleich ausfällt, wirkt er sich positiv oder negativ auf das Selbstwertgefühl und die eigene Zufriedenheit aus.

 

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